#1 Einkommenssteuer in HK von Badenser 29.07.2010 10:45

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China ist ja nun mal kein Steuerparadies, obwohl die Einkommenssteuer etwas geringer ist als in Deutschland. In HongKong sieht das schon etwas anders aus. Der Steuersatz beträgt dort ca 18%.
Der Haken an der Sache ist, dass man, um in HK Steuer bezahlen zu können, dort auch wohnen muss.

Gibt es die Möglichkeit einen "Briefkastenwohnsitz" in HK anzumelden und Shanghai als Zweitwohnsitz zu behalten?
Eine weitere Möglichkeit die mir durch den Kopf ging war, sich vom deutschen Brötchengeber als freiberuflichen Berater anstellen zu lassen und eine Firma in HongKong anzumelden.
Hat irgend jemand das schon mal probiert oder sich ernsthaft damit beschäftigt?

#2 RE: Einkommenssteuer in HK von Sensemann 29.07.2010 11:03

Frag' mal Besserwessi, der hat doch gerade eine HK Limited angemeldet...

#3 RE: Einkommenssteuer in HK von Kulturschock 29.07.2010 12:49

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Badenser, ich kann dir das beim Bier in der Exchangebar gerne mal erklären, wieso das eine oder das andere nicht funktioniert. Eine HK Ltd. zu gründen ist nur unter bestimmten Umständen sinnvoll oder IMMER sinnvoll, wenn du bewusst Steuern hinterziehen möchtest. Der feine Grad zwischen "Tax evasion" (illegal) and tax avoidance (legal)...

#4 RE: Einkommenssteuer in HK von chriscross 31.07.2010 10:26

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Sehe ich genauso wie Kulturschock.
Mittlerweile stehen die diversen Tax Offices regelmaessig in Kontakt und tauschen Infos aus. Insbesondere als Auslaender kann ich nur empfehlen die Steuern in China sauber abzufuehren. Wenn in HK dann muss man dort auch den "Tax Resident" Status haben, dass heisst man mus mindestens 183 Tage dort verbringen und seinen Lebensmittelpunkt dort haben. Eine Firma dort reicht allein nicht aus.

Die Sache mit HK Residence etc hat vor ein paar Jahren funktioniert, jedoch sind die Local Tax Bureau Kollegen in China nun auch etwas schlauer geworden. Die Steuereinnahmen des chinesischen Fiskus sind gesunken und die Behoerden haben nun Druck. Sie haben genaue Budgets die erfuellt werden muessen. Expats und Auslaender werden peinlichst genau geprueft, da diese in Ihren Augen sprudelnde Quellen sind mit denen die Budgetziele erfuellt werden koennen. Ggf wird Kontakt mit den deutschen/auslaendischen Steuerbehoerden zum Abgleich aufgenommen. Die wissen auch, dass der Chief Rep nicht nur 5000 CNY im Monat verdient, sondern etwas mehr. Problematisch ist insbesondere, wenn die eigene Muttergesellschaft die Gehaltskosten nach China weiterbelastet, dann fliegt der Spass spaetestens bei der naechsten lokalen Betriebspruefung auf. Momentan werden auch viele Rep Ofiices geschlossen. Bei der Schliessung ist eine BP erforderlich. Hier spaetestens fliegt die Sache dann auch meistens auf.

Also "pay up and smile"!

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